1917

22. Mai: Auf die Genehmigung des Kölner Generalvikariats wird in Serm die erste Sonntagsmesse im  Saal Longerich gefeiert.

16. Juni: Der Kirchbauverein wird gegründet.

21. Oktober: Die erste Messe in der Notkirche wird gefeiert. Der aus Serm gebürtige Pfarrer Christian Heesen aus Immenkappel ist der Zelebrant.

 

1918

08. Dezember: Mit 19 Mitgliedern wird der Sermer Kirchenchor "Cäcilia" gegründet. Er geht größtenteils aus dem MGV "Blütenkranz" hervor. Chorleiter ist Karl Schumacher

 

1919

22. Oktober: Serm wird zum Pfarrrektorat erhoben. Pfarrrektor ist Vikar Schuh aus Mündelheim.

 

1921

01. Oktober: Serm wird zur selbstständigen Pfarrei ernannt. Erster Pfarrer wird Rektor Schuh.

18. Oktober: Max Schuh wird durch Dechant Zitzen aus Kaiserswerth feierlich in sein Amt eingeführt.

 

1922

04. Juni: Durch großzügige Flurschenkungen kann am Pfingstsonntag der  pfarreigene Friedhof eingeweiht werden.

 

1923

29. Juli: Gründung des Muttervereins; Jünglings- und Jungfrauenverein folgen.

- Inflation und Wirtschaftskrise bringen den Kirchenbauverein um sein ganzes Vermögen, sodass neu angefangen werden muss.

 

1924

09. November: Der Bau der eigenen Pfarrkirche wird durch den Kirchenvorstand beschlossen

 

1925

15. Februar: Der erste Spatenstich zum Kirchbau erfolgt.

03. Mai: Der Grundstein der Kirche wird feierlich gelegt. Die Segnung nimmt Pfarrer und Definitor Hüttemann aus Lohausen vor. Verfasser der Urkunde ist Justizrat Kreifelts. An der Kirche wird unter Mithilfe der Bevölkerung - sogar der Schulkinder - gebaut.

 

1927

06. Februar: Gründung der Sermer St. Sebastianus Schützenbruderschaft.

14. Mai: Die Kirchenglocke wird in den Turm hochgezogen. Sie ist eine Leihgabe der Kirchengemeinde Wittlaer aus dem Jahre 1476.

22. Mai: Konsekration unserer Pfarrkirche Herz-Jesu durch Weihbischof Hammels aus Köln. Zwölf Geistliche und Dechant Msgr. Zitzen sind als Gäste vorbei. Der Sermer Kirchenchor singt im Hochamt eine mehrstimmige Herz-Jesu-Messe, der Wittlaerer Chor eine mehrstimmige Komplet. Die Festrede hält der in Serm gebürtige Rektor L. Blomenkamp aus Kray-Leithe.

 

1928

28. Mai: An diesem Pfingstsonntag ist die neue Orgel fertig und wird eingeweiht. Sie ist ein Geschenk des Kirchenchores.

 

1929

06. Juni: Pfarrer Max Schuh bekommt ein eigenes Pfarrhaus.

 

1930

23. März: Silbernes Priesterjubiläum von Pfarrer Max Schuh.

 

1931

10. Mai: Fahnenweihe der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft.

 

1933-1945

Über die Zeit des Nationalsozialismus liegt kein dokumentarisch belegbares Material vor.

Der Krieg hat auch in Serm sichtbare Spuren hinterlassen: Die Kirche wurde in großen Teilen zerstört, viele Häuser sind beschädigt. Die Gottesdienste müssen gegen Ende des Krieges im Pfarrhaus gehalten werden.

Nach dem Ende des Krieges beginnt der Wiederaufbau der Pfarrkirche. Mit Voranschreiten der Aufbauarbeiten kann der Gottesdienst wieder in die Kirche verlegt werden, wenn auch noch keine Fenster vorhanden sind. Das Kapital für den Wiederaufbau waren Opferbereitschaft in Geld und Arbeitskraft der Bevölkerung.

 

1945

17. September: Aus dem NS-Kindergarten wird nun ein katholischer Kindergarten unter Leitung von Schwester Raymunda aus Mündelheim.

 

1946

16. Mai: Durch eine Abstimmung der Sermer Familien wird mit einer Mehrheit von 96 % entschieden, dass die Sermer Schule als katholische Schule geführt werden soll.

 

1950

01. August: Serms erster Pfarrer Max Schuh tritt nach 30-jähriger Tätigkeit in Serm in den wohlverdienten Ruhestand. Er verlässt die Gemeinde am 19. September.

15. Oktober: Als zweiter Pfarrer der Herz-Jesu-Gemeinde wird Franz Erwens, vorher Kaplan in Köln-Stammheim, eingeführt.

 

1955

09. Januar: Pfarrer Franz Erwens verstirbt nach nur vier Jahren Tätigkeit in Serm

13. Januar: Pfarrer Erwens wird auf dem Sermer Pfarrfriedhof beigesetzt. Pfarrer Korth aus Mündelheim übernimmt die Sermer Gemeinde als Pfarrverweser.

03. März: Der dritte Pfarrer von Serm ist Johannes Färber, vorher Kaplan in Herz-Jesu, Essen-Steele.

19. Juni: Pfarrer Max Schuh i.R. kann in Serm sein goldenes Priesterjubiläum feiern. Neben Glückwünschen für den Jubilar überbringt die Mutterpfarrei St. Dionysius, Mündelheim, der Sermer Gemeinde als Geschenk das Straßenkreuz mit Grundstück an der Dorfstraße.

 

1956

18. November: Nach kurzer, schwerer Krankheit verstirbt Pfarrer Max Schuh.

 

1957

30. August: Da das Pfarrhaus von der Kirche zu abgelegen ist, wird für das neue Pfarrhaus, dessen Pläne schon seit dem Kirchbau vorliegen, neben der Kirche der Grundstein gelegt.

Die Gründung des Bistums Essen am 01. Januar 1958 verändert auch die Sermer Gemeinde: Der gesamte Bereich des Heidbergs und Ungelsheim wird an die St. Stephanus-Gemeinde abgetreten.

Nach der Errichtung des Bistums Essen und der Einsetzung des ersten Bischofs, Dr. Franz Hengsbach, wird auch eine über Jahrhunderte dauernde Bindung Serms an das Erzbistum Köln aufgelöst.

 

1958

27. Juni: Pfarrer Johannes Färber kann das neue Pfarrhaus beziehen.

 

1959

06. März: Der Grundstein für das neue Jugendheim auf dem Kirchplatz wird gelegt.

13. Dezember: Einweihung des Jugendheims.

 

1961

26. Februar: Pfarrer Johannes Färber feiert sein silbernes Priesterjubiläums.

Im Jahre 1961 findet die erste Kirchenrenovierung nach dem Krieg statt. Alte Kriegsschäden werden beseitigt und das Kircheninnere wird erneuert. Zusammen mit einem frischen Innenanstrich erhält die Kirche 26 neue Eichenbänke, eine neue geschnitzte Figur der Gottesmutter Maria und als Mittel- und Blickpunkt und Schmuckstück der ganzen Kirche das Glasmosaik an der Chorwand.

 

1964

26. März: Die neue Orgel mit sechs Registern wird eingeweiht.

 

1968

12. Oktober: Mit einem Festkonzert feiert der Sermer Kirchenchor sein 50-jähriges Bestehen.

 

1969

10. August: Pfarrer Johannes Färber tritt in den Ruhestand und zieht nach Esseb-Frintrop.

Der für die Sermer Pfarre vorgesehene neue Seelsorger, Pater Coelestin Lamers, verstirbt, bevor er sein Amt antreten kann.

24. August: Als vierter Seelsorger wird Paul Röhre in das Amt des Pfarrers der Sermer Herz-Jesu Gemeinde eingeführt.

07. Oktober: Die Grundsteinlegung für den neuen Kindergarten in Kirchennähe wird gelegt.

 

1970

15. Oktober: Nach einjähriger Bauzeit kann der neue Kindergarten bezogen werden

26. Oktober: Bis September 1971 befindet sich Pfarrer Paul Röhre nach einem Unfall im Krankenhaus. Die Vertretung für den Pfarrer übernehmen Kaplan Bitger, der der auch das Sternsingen in Serm eingeführt hat und der über 80 Jahre alte Pfarrer z.b.D. Wilhelm Grewer aus Duisburg.

 

1974

21. Juni: Mit einer Messfeier wird die neue Friedhofskapelle eingeweiht.

 

1975

28. Januar: Pfarrer Johannes Färber verstirbt. Er war 14 Jahre lang Seelsorger in Serm.

 

1976

In diesem Jahr wird die Pfarrkirche einer grundsätzlichen Renovierung unterzogen. Die Kirchturmhaube erhält eine neue Kupfereindeckung, das Innere der Kirche wird mit einem neuen Anstrich versehen. Der Altarraum wird der neuen Liturgieordnung angepasst, die Elektroinstallation wird von Grund auf erneuert; auch das Jugendheim wird renoviert. Die heiligen Messen werden während der Renovierungsarbeiten im Jugendheim abgehalten.

 

1977

In diesem Jahr wird am 17. Juni am Herz-Jesu-Fest, der 50.  Jahrestag der Weihe unserer Pfarrkirche begangen. Bischof Dr. Franz Hengsbach zelebriert ein festliches Hochamt mit der Pfarrgemeinde.

Im selben Jahr feiert auch die Schützenbruderschaft mit einem großen Jubiläums-Schützenfest ihr 50-jähriges Bestehen.

Im Dezember wird Pfarrer Paul Röhre in den Ruhestand verabschiedet. Als neuer Pfarrer wird Rektor Dr. Paul Kurcz ernannt.

 

1978

19. Februar: Pfarrer Paul Kurcz wird feierlich in sein neues Amt eingeführt.

 

1979

Der Sermer Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft wird gegründet.

 

1981

15. März: Konsekration des neuen Altars durch Weihbischof Julius Angerhausen.

 

1982

10. - 20. Juni: Sermer Festwoche zur Unterstützung des Neubau eines Pfarrzentrums. Der erste Kappesmarkt findet auf dem Kasselle-Pitter-Platz am Breitenkamp statt. Die Gemeinde organisiert eine eigene Zirkusveranstaltung.

 

1983

06. Mai: Pfarrer Paul Röhre verstirbt.

 

1986

12. Oktober: Pfarrer Dr. Paul Kurcz hält seinen Abschiedsgottesdienst in Serm. Wegen schwerer Krankheit muss er sein Amt als Seelsorger unserer Pfarrgemeinde aufgeben.

 

1987

18. Januar: Als sechster Pfarrer unserer Gemeinde wird Adam Patalong in sein Amt eingeführt.

15. Februar: Pastor Dr. Paul Kurcz verstirbt, die Gemeinde hält für ihn ein Requiem in der Pfarrkirche.

September - November: Der Innenraum der Pfarrkirche wird renoviert: Die Kirche erhält eine neue Heizungsanlage, einen neuen Fußboden aus Basaltgestein sowie einen frischen Anstrich.

13. Dezember: Das 60-jährige Weihefest der Pfarrkirche wird mit einem Hochamt von Stadtdekan Johannes Bruns zelebriert.

 

1988

07. Dezember: Auftritt des Stettiner Chores.

 

1990

03. Mai: Gastkonzert des Karlsbader Mädchenchores.

20. Oktober: Feier des 20-jährigen Bestehens des Sermer Kindergartens

 

1991

09 . 24. März: Gemeindemission in der Kirche mit Gestaltung von zwei Oblatenpatres.

Juli: Abriss des alten und baufälligen Jugendheims

13. Oktober: Stadtdekan Heinz Josef Tillmann legt und segnet den Grundstein zum neuen Pfarrzentrum Herz-Jesu.

 

1991 - heute

Folgt...